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REFORM - ZEIT
Die Geschichte des Bistums und der Stadt Hildesheim
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Schon vor Ausbruch der Stiftsfehde, regte sich in Hildesheim starkes Interesse an der Lehre Martin Luthers. Der Rat aber erließ strenge Verbote gegen die Verbreitung des Protestantismus.
Hausdurchsuchungen und Bücherverbrennungen waren an der Tagesordnung.
Die Andreas-Kirche wurde zur Keimzelle der reformatorischen Bewegung, trotz drohender Strafen wurden dort die verbotenen lutherischen Lieder gesungen. Doch erst nach dem Tod des dominanten Bürgermeisters Wildefuer (1541) konnte die Reformation in Hildesheim Einzug halten
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In der überfüllten Andreas-Kirche hielt Johannes Bugenhagen, ein Freund und Mitarbeiter Martin Luthers, im September 1542 den ersten evangelischen Gottesdienst. Eine neue (evangelische) Kirchenordnung für Hildesheim wurde im gleichen Jahr verabschiedet.
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Johannes Bugenhagen;
Gemälde von Lukas Cranach, 1537 |
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Ab September 1542 wurde auch in St. Michael, St. Jakobi, St. Georgi, St. Pauli und St. Lamberti nach Luthers Lehre gepredigt.
Die nachfolgenden Bischöfe wehrten sich gegen die Aufteilung des Bistums und konnten ab 1587 gegenreformatorische Maßnahmen erfolgreich durchsetzen, so dass in den ländlichen Gebieten viele Gemeinden bis 1648 rekatholisiert wurden.
Nach vielen Jahren schwerer Auseinandersetzungen verbündeten sich 1583 die Hildesheimer Altstadt mit der Neustadt und verwalteten ihre Städte von nun an gemeinsam (Neue Stadtbefestigung).
Gegen Ende des 16. Jh. wurde Hildesheim von drei Pest-Epidemien heimgesucht. Dabei starben insgesamt fast 9000 Menschen.
1626 leidet die Stadt bereits schwer unter den Repressalien des 30-jährigen Krieges als die Pest abermals 1700 Opfer fordert
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Relation - die zweitälteste
Zeitung Norddeutschlands
Stadtarchiv Hildesheim (SAH) |
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1632 zerstören die protestantischen Heere die außerhalb der Stadt gelegenen bischöflichen Festungen Steuerwald und Marienburg. Daraufhin werden die Truppen zeitweise in der Stadt einquartiert (Weitere Repressalien). Im gleichen Jahr griff der kaiserlich-katholische General Gottfried Heinrich von Pappenheim die Stadt an.
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| Am 10. Oktober ergibt sich die Stadt. Die katholischen Truppen fallen plündernd in Hildesheim ein und verschanzen sich dort vor der nachrückenden protestan-tischen Armee, welche die Stadt monatelang belagert, bis die kaiserlichen Truppen 1634 freien Abzug gewährt bekommen. |
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General von Pappenheim
Zeitgenössischer Kupferstich
Hist. Museum Pappenheim |
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Zurück bleibt eine von Hunger und Seuchen geplagte, zum großen Teil zerstörte und von vielen Bürgern verlassene Stadt, die sich nur langsam von den Belastungen des Krieges erholt.
1703 bekam Hildesheim eine neue Stadtverfassung (Hedemannscher Rezess) und 1711 kamen erneut welfische Truppen und bildeten eine hannoverische Garnison.
Hildesheimer Relations-Courier,
1705 (Stadtarchiv Hildesheim) |
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Das 18. Jh. steht im Zeichen des Ringens zwischen der Schutzmacht Kurhannover und Preußen. Immer wieder wird die Stadt von Welfen, Franzosen und Preußen besetzt.
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1542
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Einführung der Reformation
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Erster evangelischer Gottesdienst durch Johannes Bugenhagen
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1583
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Union zwischen
Alt- und Neustadt
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Bei getrennter Finanzverwaltung und Gerichtsbarkeit
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1597
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Pest-Epidemien
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(1566, 1597, 1598)
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Ab 1617
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Zeitung
Relation
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Die zweitälteste Zeitung Norddeutschlands
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1632
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Hildesheim fällt
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General von Pappenheim erobert die Stadt und lässt sie plündern
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1648
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Katholisierung
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Rekatholisierung der ländlichen Gemeinden um Hildesheim
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ab 1705
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Relations-Courier
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Direkter Vorläufer der Hildesheimer
Allgemeinen Zeitung
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1756 - 1758
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Siebenjähriger Krieg
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Wechselnde Besatzungsmächte
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1802
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Säkularisierung
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Auflösung des Hochstifts
Ende der Stadtfreiheit.
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1803 - 1806
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Hildesheim unter preußischer Herrschaft
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Erlass des rathäuslichen Reglements
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1807
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Königreich Westphalen
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Unter der Herrschaft des Napoleon-Bruder Jérôme
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