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Die Geschichte des Bistums und der Stadt Hildesheim


Mit der Niederlage Napoleons 1813 bei Leipzig bricht sein Weltreich zusammen und Hildesheim fällt an das Königreich Hannover. Erst mit der Annexion Hannovers durch Preußen im Jahr 1866 wird auch Hildesheim wieder preußisch.

1846 wird in Hildesheim (in der Kaiserstraße, d.h. nicht an dem heutigen Standort) der erste Bahnhof eröffnet.

Der erste Hildesheimer Bahnhof
Stadtarchiv Hildesheim (SAH)



Wie überall in Deutschland sorgte der März 1848 auch in Hildesheim für revolutionäre Unruhen, die allerdings nur von bescheidenen Erfolgen für die Bürgerschaft begleitet wurden.

Hermann Roemer setzte 1859 mit der Eröffnung des (später) nach ihm benannten Museums in der Martini-Kirche zukunftsweisende Akzente auf dem Feld der Kulturpolitik.



Riesenammonit aus der Mineraliensammlung des
Roemer-Museums
Stadtarchiv Hildesheim (SAH)


1868 wurde in der Hildesheimer Gemarkung ein umfangreicher Silberhort der römischen (vorwiegend augusteiischen) Epoche entdeckt.

Silberkrater aus dem Hortfund von 1868
Foto: Stadtarchiv Hildesheim (SAH)

Seit 1875 begleitete Gustav Struckmann das Amt des Bürgermeisters. Während seiner langen Amtszeit (bis 1909) erlebte Hildesheim einen bisher nie gekannten Bevölkerungszuwachs, insbesondere bedingt durch die in dieser Zeit zunehmende Industrialisierung.

1884 wurde mit dem Bau eines neuen Bahnhofs begonnen.

Der zweite Hildesheimer Bahnhof
Stadtarchiv Hildesheim (SAH)

Im Jahr 1909 übertrug der Kaufmann und Konsul Wilhelm Pelizaeus, der lange in Ägypten tätig gewesen war, seiner Heimatstadt die von ihm gesammelten Schätze dieses Landes.
Seit 1911 werden diese Kostbarkeiten in dem nach ihm benannten Museum präsentiert.

Altägyptische Schreiberfigur;
Foto: Pelizaeus-Museum


Nahe der ehemaligen bischöflichen Burg und Vogtei Steuerwald wird 1927 der Hildesheimer Flughafen in Betrieb genommen.

Nach der Machtergreifung durch die NSDAP 1933 folgt 1938 die Zerstörung der Synagoge (Reichs-Progromnacht) und die Verschleppung jüdischer Familien
Synagogen-Mahnmal
Foto: Raymond Faure

Am 22. März 1945 wird der gesamte Stadtkern durch britisch-kanadische Bomber zerstört.

Nahezu die gesamte Altstadt Hildesheims mit all ihrer Fachwerkpracht (Knochenhauer-Amtshaus) wurde ein Raub der Flammen.
Zerstörtes Hildesheim, 1945
Stadtarchiv Hildesheim (SAH)

Ab 1948 begann man mit dem Wiederaufbau (Michaelis-Kirche, Rathaus, weniger glücklich der Dom und Andreas-Kirche). Die moderne Bebauung des Marktplatzes (mit dem Hotel-Rose, einem Zweckbau der 50er Jahre an der Stelle des Knochenhauer-Amtshauses) wurde nie mit Begeisterung aufgenommen.
1984 wurde schließlich damit begonnen den historischen Marktplatz wiederherzustellen.

Auch das Knochenhauer-Amtshaus (ein Symbol der Stadt) wurde originalgetreu rekonstruiert. 1989 konnte das ehrgeizige Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

Das rekonstruierte Knochenhauer-Amtshaus am Marktplatz.
Foto: Heidas, www.wikipedia.de






1813 - 1866
Kur-Hannover
Hildesheim wird Teil des Königreichs Hannover



1846
Erster Bahnhof
Der erste Hildesheimer Bahnhof in der Kaiserstraße



1859
Roemer-Museum
in der Martini-Kirche



Ab 1866
Preußen
Hildesheim wird Teil des preußischen Königreichs



1868
Römischer Silberfund
(römischer Silberkrater)



1884
Zweiter Bahnhof
Der zweite Hildesheimer Bahnhof (am Ort des heutigen Gebäudes)



1911
Pelizaeus-Museum
Die bedeutende ägyptische Sammlung von Wilhelm Pelizaeus



1938
Reichs-Pogromnacht
Zerstörung der jüdischen Synagoge und Deportation jüdischer Familien.



1945
Stadtzerstörung
Im März 1945 zerstören Bomben die historische Altstadt



1989
Wiederaufbau des historischen Marktplatzes
Rekonstruktion des Knochenhauer-Amtshauses
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