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MENHIRE
IM SAARLAND



DER GOLLENSTEIN BEI BLIESKASTEL

Der Gollenstein bei Blieskastel (Saarland) ist mit seinen 6,60 m Höhe der höchste Menhir Mitteleuropas. In einer für Menhire typischen "Spindel-" oder "Mandelform" aus dem örtlichen hellen Sandstein geformt, misst er an seiner Basis ca. 1,10 x 1,50 Meter. Der Name "Gollenstein" könnte von lat. Golus = Spindel stammen (ein Rocken ist beim Handspinnen der Stab, um den das Fasergut gewunden wird, er bedeutet das aufgewundene Faserbüschel).
Andere Möglichkeiten sind aus dem keltischen Sprachwurzel Gal = laut singen, oder (und das ist fast am wahrscheinlichsten) aus dem gälischen Golon = aufrechter Stein.
(Text: Alfons Müller)

Der Gollenstein steht etwa ein Kilometer nord-westlich vom Zentrum Blieskastels auf einer Anhöhe, von weitem sichtbar. Grabungen von 1789 haben zu keinerlei Funden geführt.
Da er als Orientierung für die französische Artillerie im Zuge der Vorbereitung des Frankreich-Feldzuges 1939 hätte dienen können, wurde er niedergerissen, dabei zerbrach er in mehrere Teile. Nach dem Krieg wurde er 1951 wieder aufgerichtet. (Text: www.orte-der-kraft.de)

Gollenstein Foto: J. Heyd, www.j.heyd.de.vu


Auch zum "Gollenstein" von Blieskastel im Saarland hat es religiöse Prozessionen gegeben. Der Stein ist durch eine Nische (allerdings erst im 19. Jh.) "christianisiert" und mit dem Relief einer menschlichen Figur versehen, möglicherweise die Darstellung des Ortsheiligen Sebastianus (andere Quellen sehen in ihm den keltischen Wettergott Taranis). Am Stein selbst lassen sich magische Praktiken und rituelle Verhaltensweisen beobachten (Text: Detert Zylmann)
Die Zeit der Errichtung dieses Monolithen wird von der jüngeren Forschung fast ausschließlich am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit (2000 - 1800 v. Chr.) datiert.




HINKELSTEIN / NOHFELDEN
Der Stein befindet sich etwa ein Kilometer westlich von Walhausen bei Nohfelden. Auch er wurde, wie viele der deutschen Menhire, im 20 Jh. (15.06.1984) wieder aufgestellt. Ursprünglich stand er wohl einige Meter westlicher, in der Nähe der dort sich befindenden Quelle.
Laut der Angaben auf einer Info-Tafel in der Nähe wiegt er 13 Tonnen. Der Hinkelstein gehört in die Gruppe der blattförmigen Menhire.
Foto: http://137235.vserver.de



RÖMERSTEIN / MARTINSHÖHE
(Lkr. Kaiserslautern) Es handelt sich dabei um die heute 2,7 m hohe, abgeschlagene Spitze eines noch im 19 Jahrhundert ca. 6 Meter hohen Menhirs. Er hieß ursprünglich "Theisse Stein" und stand auf dem Rösberg bei der Ziegelhütte, doch wurde er in die Parkanlage mitten in Martinshöhe versetzt und vermutlich dabei "gekürzt". Ähnlich wie der Gollenstein weist auch der Römerstein an der Spitze vertikale Rillen auf. (Quelle: www.orte-der-kraft.de)



SPELLENSTEIN / RENTRISCH
Mit seinen 5 Meter erreicht der Spellenstein (Spillenstein) von Rentrisch (einem Vorort von St. Ingbert) annähernd die Größe des nahe gelegenen Gollensteins. Im Gegensatz zu diesem steht der Spellenstein in einem Vorgarten (Am Spellenstein Nr. 12) und zudem quasi unter einer Autobahn-Brücke. Der Spellenstein ist aus härtestem Sandstein gearbeitet, das Material für den Stein stammt mit großer Wahrscheinlichkeit vom Pfaffenkopf bei Dudweiler.
Foto: Tschumi (www.erratiker.ch)