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NIBELUNGEN RING

Eine Gemeinschaftsarbeit von Eichfelder & Arnulf Kienast (aurum)




DIE GESCHICHTE DES NIBELUNGEN RINGS 
.Die Sage erzählt uns die Geschichte des Rings, seinen Weg von Odin zum Drachen und weiter zu "Krimhild"

Die Geschichte des sich selbst sagenhaft vermehrenden Ringes ist auch die Geschichte des (gleich einem Füllhorn) unerschöpflichen Nibelungen-Hortes. Der Ursprung dieses Rings führt uns weit zurück in die Urzeit der germanischen Götterdichtung. Zuerst begegnen wir dem Ring noch unter dem Namen Draupnir. Odin erhielt ihn von dem gleichen Schmied, der auch den Hammer Thors fertigte. Odin gab Draupnir seinem toten Sohn Balder mit ins Jenseits. Balder ein Lichtgott, der diverse Parallelen zu Siegfried besitzt, sandte den Ring aus dem Totenreich zurück.

Ich biete den Ring dir, der verbrannt einst ward mit dem jungen Odinssohn.
Ebenschwere acht träufeln ab davon jede neunte Nacht.
 

Die Textpassage, aus dem Skirnirlied der isländischen Edda, beschreibt die wunderbare Eigenschaft der Selbstvermehrung des mythischen Rings.

Schließlich wird Odin gezwungen, den Zauberring, jetzt unter dem Namen Andvaranaut, samt Hort als Lösegeld an ein Riesengeschlecht zu zahlen (Otterbuße). Von nun an ist der Hort mit einem Fluch belegt. Hreidmar, der nächste Besitzer wird von Fafnir, seinem Sohn, um des Goldes willen erschlagen.

Der Zwerg Andvari verflucht Hort und Ring als die Götter Odin und Loki ihm den Schatz rauben.
Zeichnung von Franz Stassen, um 1930


Daraufhin verwandelt sich Fafnir in einen Lindwurm und behütet den Hort. Fafnirs Bruder Regin sinnt auf Vaterrache und Erbe. Er schmiedet ein Schwert und reizt seinen Ziehsohn Siegfried zur Tat. Siegfried tötet den Lindwurm sowie auch dessen Bruder, den Schmied, und wird somit neuer Besitzer des Schatzes. Die Vögel weisen ihn zur schlafenden Brunhild, die er erweckt. Brunhild bietet ihm Met an, Siegfried gibt ihr im Gegenzug den Ring, sie schwören sich ewige Treue. (Soweit berichtet die Edda und Völsungensaga).

Als Siegfried nach Worms kommt, verliebt er sich - nach einem Vergessenheitstrunk - in Krimhild (Gudrun). Nun eignet sich Siegfried, der an Gunthers Stelle unerkannt um Brunhild wirbt, den Ring wieder an und gibt ihn Krimhild. Als es zwischen den Königinnen zum Streit um die Rangfolge kommt, triumphiert Krimhild folgerichtig mit dem Ring der Macht. Damit bereitet sie die Basis für Siegfrieds Tod und der Nibelungen Not.

Streit der Königinnen
von Arthur Rackham, um 1911