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BALDER
DER LICHTGOTT

"Balders Tod", Christoffer W. Eckersberg, 1840

Balder (auch Baldr oder Baldur) ist der Sonnengott der nordischen Mythologie, er ist Sohn Odins und somit wie dieser ein Asen-Gott. Balder gilt als gütig, weise und gerecht, dabei ist er jung, schön und überaus tapfer. Seine Mutter verlieh ihm, von dunklen Ahnungen getrieben, schon sehr früh die Unverwundbarkeit, indem sie allen Wesen einen Eid abnahm, dem Balder kein Leid zuzufügen, nur die Mistel hatte sie vergessen.

EIN (FAST) UNVERWUNDBARER HELD

Im Glauben an die vollkommene Unverwundbarkeit Balders spielten die anderen Götter ein Spiel mit ihm indem sie auf ihn schossen und ihn schlugen und bewarfen. Nichts und Niemand konnte ihm etwas anhaben.
Als es wieder zum Streit zwischen Loki und den anderen Göttern kam, ging Loki zu Balders Mutter und erfuhr von ihr durch eine List von der Verletzlichkeit des Sonnengottes. Daraufhin schnitzte der zwiespältige Loki einen Pfeil aus dem (für Balder) verderben bringenden Mistelstrauch und gab ihn Hödur, dem blinden Bruder des Balders. Hödur warf damit auf Balder und traf ihn tödlich.
Die Götter bestatteten Balder zusammen mit seiner Frau Nanna (die angeblich aus Gram gestorben war) und seinem Pferd auf dem Schiff Hringhorni. Odin legte sein teuerstes Kleinod, den Ring Draupnir (dem Nibelungen Ring sehr ähnlich) mit auf den Scheiterhaufen.
Balder sandte den Ring aus dem Totenreich zurück, zusammen mit der Botschaft, dass auch er wiederkehren könne, wenn alle Wesen um ihn trauerten. Einzig Loki (bzw. die Riesin Thökk) trauerte nicht und so verblieb Balder bei der Hel.
Dem Tode Balders folgte bald der Untergang der Götter im Ragnarök (ähnlich wie nach Siegfrieds Tod die Nibelungen untergehen). In einer neuen Welt soll er einst mit seinem Gegner Hödur gemeinsam die Herrschaft führen.

In christlicher Zeit wurde Balder durch Johannes ersetzt, hierfür sprechen die Johannisfeuer zum Balderstag, der Sommersonnwende bzw. das Balderskraut, welches heute als Johanniskraut bezeichnet wird.